Aus der Presse - WOLFENHAUSEN

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ORTSBEIRAT

Aus dem Weilburger Tageblatt 2.2.2013

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(Aus dem Weilburger Tageblatt 21.06.2011 Kathrin Jansen www.mittelhessen.de)

"Es ist viel liegen geblieben"

Der neue Ortsbeirat Wolfenhausen hat eine Bestandsaufnahme gemacht

Weilmünster-Wolfenhausen. Fünf Jahre ohne Ortsbeirat - "da ist einiges liegen geblieben", sagt Harald Holzhäuser. Bei einem Rundgang durch ihren Ortsteil hat sich der neue Ortsvorsteher gemeinsam mit dem übrigen Ortsbeirat einen Überblick verschafft. Nun sollen die Probleme angegangen werden.



Für eine Urnenwand und ein anonymes Gräberfeld will sich der Ortsbeirat einsetzen. Foto Jansen mittelhessen.de


Leerstand: Gesprungene Scheiben, ein abgemeldeter Mercedes im Vorgarten, vor dem Haus rottet ein alter Kühlschrank vor sich - ein schönes Bild bietet das Haus in der Oberen Hellstraße nicht. Doch nicht nur das - das offenbar leer stehende Haus ist auch eine Gefahrenquelle, da ist sich der Ortsbeirat sicher. Im Inneren stapelt sich der Müll, eine Therme liegt herum.

"Wir haben jetzt schon öfter gehört, dass Kinder hier auch einsteigen, um in dem Haus zu spielen. Das ist sehr gefährlich und muss unbedingt verhindert werden", sagt Karin Nießner. Aus dem abgemeldeten Auto sei außerdem Kühlflüssigkeit ausgelaufen. Ein ähnliches Bild bietet das Nachbarhaus in der Oberen Hellstraße. Es gibt weitere Leerstände im Ort. "Wir würden uns für Wolfenhausen ein aktives Leerstandsmanagement wünschen. Solche Häuser sollten vermarktet werden, um junge Familien in den Ort zu holen", sagt Holzhäuser. Spielplatz: Stolz sind die Wolfenhäuser auf ihren Spielplatz mit Schaukel, Kletterwand und -burg - allein an Pflege fehlt es zurzeit. Zwar ist der Rasen gemäht, doch entlang des Zaunes wuchert das Unkraut. Es sprießen Disteln und stachelige Brombeerhecken, an denen sich die Kleinen verletzten könnten. Auch unter der Bank und der Tischtennisplatte hat sich inzwischen das Unkraut Bahn gebrochen. Der Sand müsste ausgetauscht werden. An einer von zwei Federschaukeln ist der Sitz locker. Und der Zaun ist nicht nur von Pilz befallen, sondern auch vollkommen wackelig.

Stachelige Brombeerhecken und Disteln haben sich a... | mittelhessen.de"Wir werden das der Verwaltung vortragen und hoffen, dass sie schnell Abhilfe schafft", sagt Salih Özmen. Außerdem will der Ortsbeirat wissen, wann die jährliche, vorgeschriebene Prüfung des Spielplatzes stattfindet. Im Internet will Wolfenhausen bald um junge Familien werbenStraßen: Sorge bereitet dem Ortsbeirat der Zustand der Oberen Hellstraße. Dort ist an mehreren Stellen das Pflaster abgesackt, quer über die Straße zieht sich ein tiefer Riss. "Die Löcher wurden zwar mit Teer zugeschüttet, sind aber inzwischen wieder abgesackt. Womöglich wird hier die Straße unterspült", sagt Rudi Baumann. Ein Problem sehen auch die Anwohner der Mühlheimer Straße. Auf dem Weg zu Landhandel Raab rollen dort täglich schwere Transportfahrzeuge durch. Die Straße werde davon stark in Mitleidenschaft gezogen.



Nehmen eines der kleineren Probleme in Augenschein von links: Karin Nießner, Salih Özmen, Harald Holzhäuser und Rudi Baumann begutchten die bröckelnde Mauer unterhalb des Kindergartenbs. Foto: K.Jansen mittelhessen.de


"Damit die Anwohner später die Kosten für eine Instandsetzung nicht komplett alleine tragen müssen, sollte die Straße in eine Industriestraße umbenannt werden", sagt Baumann. Der Ortsbeirat werde sich dafür stark machen.Bürgerhaus: Zwei Scheiben im Bürgerhaus sind gesprungen, einige Birnen durchgebrannt. Schwimmbad: Auf ihr Freibad sind die Wolfenhäuser stolz. Es soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Deshalb macht Harald Holzhäuser sich auch bereits Gedanken über die Zukunft. Das heute noch mit Strom beheizte Bad könnte irgendwann mit Hilfe von Sonnenkollektoren auf den Dächern betrieben werden. "Mit der Energiewende wird Strom teurer werden. Das wäre ein gute Alternative", meint der Ortsvorsteher. Kreisel: Seit 2006 hofft Wolfenhausen auf einen Kreisel an der Kreuzung Heideneiche, zwischen Wolfenhausen und Laubuseschbach.

"Das ist ein Unfallschwerpunkt. In drei Jahren gab es dort 19 Unfälle mit elf Schwerverletzten", sagt Özmen. Nun sei der Bau im Programm des Landes für 2010 vorgesehen. Passiert ist bisher aber nichts. Gewünscht hätte sich der Ortsbeirat, dass die Gemeinde diesen Kreisel genauso vorfinanziert, wie den in Weilmünster. Friedhof: Eine Urnenwand und ein anonymes Grabfeld, das wünschen sich die Bürger von Wolfenhausen für ihren Friedhof. "Außerdem wäre es schön, wenn jemand die Bänke, die bei Beerdigungen rausgestellt werden, auch abwaschen würde", sagt Nießner.

Die Schönhet von Wolfenhausen soll sich künftig auch im Internet wieder finden. Die Adresse wolfenhausen.de ist bereits gesichert. Nun will Holzhäuser gemeinsam mit Ralph Gorenflo eine Arbeitsgruppe gründen und die Internetseite aufbauen. "Wir wollen Wolfenhausen attraktiv machen und wenn wir junge Leute hier gewinnen wollen, müssen wir uns im Medium Internet präsentieren", meint der Ortsvorsteher
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Aus dem Weilburger Tageblatt vom 12.05.2011

Holzhäuser ist Ortsvorsteher

Gremium für Wolfenhausen formiert sich / 19 Bürger kommen zur ersten Sitzung

Weilmünster-Wolfenhausen (red). Nach fünf Jahren ohne Vertretung für die Bürger hat Wolfenhausen wieder einen Ortsbeirat. Zum Ortsvorsteher wurde bei der konstituierenden Sitzung einstimmig Harald Holzhäuser (FDP) gewählt.
Sein Stellvertreter ist Rudi Baumann (SPD). Das Amt der Schriftführerin übernimmt Karin Nießner (parteilos).Da der Ortsteil in den vergangenen fünf Jahren keinen Ortsbeirat hatte, wurde die Sitzung von Helga Harpain-Grohmann vom Gemeindevorstand geleitet. Sie tat dies stellvertretend für Bürgermeister Manfred Heep (parteilos).19 Bürger kamen zur ersten Sitzung des neuen Ortsbeirats. Sie interessierten sich vor allem für diese Themen: Sachstand und Baubeginn der in Planung befindlichen Rad- und Wanderwege zwischen Wolfenhausen und Laubuseschbach. Umwandlung der Mühlheimerstraße von einer Anwohnerstraße zu einer Industriestraße wegen des Lieferverkehrs. Warum der Laubustiefbrunnen stillgelegt wurde und wann die vorgesehene Trinkwasserfilteranlage eingebaut wird.2011 soll der Langhecker Weg und der Kanal Bornbach saniert werdenDer Ortsbeirat will sich der Themen annehmen und eine Agenda für Wolfenhausen aufstellen. "Darin wollen wir die Ziele des Ortsbeirats und Wolfenhäuser Themen aufnehmen", sagt Ortsbeiratsmitglied Salih Özmen.Er führte anschließend auf, welche Maßnahmen für Wolfenhausen im Haushalt für 2010 vorgesehen waren:10 000 Euro für Kanalsanierung im Pfingstpfädchen. Die anwesenden Bürger aber konnten sich nicht erinnern, dass in der Straße gebaut wurde. Für 15 000 Euro sollte es neue Lampen im Bürgerhaus Wolfenhausen geben - auch hier ist laut Özmen bisher nichts geschehen.160 000 Euro investierte die Gemeinde in einen 40 Quadratmeter Anbau und ein Stuhllager für das Bürgerhaus Wolfenhausen. Für 2011 hat die Gemeinde für Wolfenhausen dies im Haushalt vorgesehen: die Sanierung des Langhecker Weg für 12 000 Euro und die Kanalsanierung der Seitenstraße Bornbach für 40 000 Euro.Der Ortsbeirat trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der "Alten Schmiede". Interessierte Bürger sind eingeladen

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(Aus dem Weilburger Tageblatt 16.03.2011 Kathrin Jansen www.mittelhessen.de)


Ortsbeirat für Wolfenhausen


Bürger kandidieren auf bunter Liste / Info-Abend am 18. März 2011

Wolfenhausen Gehör in der Verwaltung verschaffen, Ansprechpartner für die rund 1100 Einwohner sein - das haben sich sieben Wolfenhäuser vorgenommen. Auf einer bunten Liste - unabhängig von Parteizugehörigkeit - kandidieren sie für einen Ortsbeirat.



(Foto: Mittelhessen.de)



Seit fünf Jahren hat Wolfenhausen keinen Ortsbeirat mehr. Im Streit mit der Verwaltung in Weilmünster um das "Haus des Dorfes" waren die Vertreter 2007 geschlossen zurückgetreten.

Auf Initiative der Gemeindevertreter Harald Holzhäuser (FDP), Rudi Baumann (SPD) und des Beigeordneten Gerhard Botte (SPD) haben sich nun sieben interessierte Bürger zusammengefunden, die bei der Kommunalwahl am 27. März für einen Ortsbeirat kandidieren wollen. Fünf Plätze hat das Gremium. Auf der Liste stehen: Karin Nießner (parteilos), Harald Holzhäuser (FDP), Irene Naruhn (parteilos), Rudi Baumann (SPD), Salih Özmen (parteilos), Björn Messinger (SPD) und Andreas Becker (parteilos).

Sie alle wollen ihrem Ortsteil in Zukunft wieder mehr Gewicht in Weilmünster verleihen. "Den Menschen vor Ort fehlt bei den ganz alltäglichen Dingen ein Ansprechpartner. In der Verwaltung Weilmünster kommen sie allein oft nicht weiter", sagt Salih Özmen. So beschwerten sich immer wieder Bürger über Raserei auf der Landesstraße und den Lärm, den Lkw dort verursachten, erreichen konnten sie aber bisher alleine nichts.
Vor Jahren hätten Studenten ein Gutachten über die Leerstände in Wolfenhausen erstellt, um diese zu bekämpfen. "Nun liegt das Ding in irgendeiner Schublade des Bauamtes, ist nie an die Öffentlichkeit gekommen und passiert ist auch nichts", sagt Özmen. Die Wolfenhäuser fänden in Weilmünster einfach kein Gehör.

"Bürger fehlt ein Ansprechpartner, finden kein Gehör bei der Verwaltung"

Das soll sich mit einem Ortsbeirat wieder ändern. In erster Linie wollen die sieben Kandidaten wieder Ansprechpartner für die Bewohner Wolfenhausens sein und ihre Interessen gegenüber der Verwaltung vertreten.
Und auch sonst haben sie sich einiges vorgenommen. "Wir wollen das dörfliche Leben wieder beleben und zur Identitätsbildung beitragen", sagt Harald Holzhäuser. Die unmittelbare Umgebung solle mit Hilfe eines Ortsbeirates lebens- und liebenswerter werden.

Irene Naruhn liegen die Neubürger am Herzen. Selbst vor 26 Jahren zugezogen, weiß sie, wie es ist, der Neuling zu sein. "Diese Leute müssen wir besser ansprechen und für Wolfenhausen gewinnen." Oft kenne man sich gar nicht, weil die Leute beruflich so eingespannt seien und am dörflichen Leben nicht teilnähmen.
Holzhäuser könnte sich außerdem vorstellen Wanderwege in und um Wolfenhausen anzulegen - wie im benachbarten Hochtaunuskreis bereits geschehen. Kurzum meinen die Kandidaten: "Wir haben hier eine Menge Potenzial. Wir müssen uns aber auch anstrengen, das zu erhalten."
Und dafür müssten die Bürger zur Wahl gehen. Immer wieder hätten sie in den vergangenen Wochen von Bekannten und Nachbarn gehört, dass sie nicht wählen gingen - weil es zu kompliziert sei und ohnehin nichts bringe. Das sehen die sieben Wolfenhäuser anders: "Egal wer letztlich in den Ortsbeirat kommt, wenn wir mit möglichst vielen Stimmen gewählt werden, zeigt das dem Rathaus in Weilmünster, dass den Wolfenhäusern ihr Ortsteil wichtig ist", meint Özmen.

Wann ein Ortsbeirat wichtig sei, illustriert er am Beispiel Schwimmbad. "Hätte es bei der Privatisierung einen Ortsbeirat gegeben, hätte er zu der Sache angehört werden müssen, und es wäre vielleicht anders ausgegangen."
Die Kandidaten stellen sich allen interessierten Bürgern am Freitag, 18. März, um 20 Uhr in der Alten Schmiede Wolfenhausen vor. Dann wollen sie auch über die Aufgaben eines Ortsbeirates informieren und erklären, wie bei der Wahl am 27. März kumuliert und panaschiert wird.

 
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